Arteriogenese schützt vor Herzinfarkt

Bei verstopften Herzkranzgefäßen können sich Kollateralarterien zu natürlichen Bypässen entwickeln

Viele Herzpatienten stellen fest, dass nach einiger Zeit Stents wieder verschließen. Doch die Natur baut vor, denn kleinste Gefäße, die sogenannten Kollateralarterien, die das Herz umspannen, können zu großen Gefäßen heranwachsen und den Herzmuskel mit einem natürlichen Bypass versorgen.

Kleinste Herzkrankgefäße, sogenannte Kapillaren, können zu großen Versorgungsarterien heranwachsen
Kleinste Gefäße am Herzmuskel können bei Verschlusskrankheiten zu großen Versorgungsarterien heranwachsen

Wenn es in großen Gefäßen durch Kalkablagerungen zu Engpässen kommt und ein Herzinfarkt droht, staut sich das Blut vor diesen Ablagerungen. Es sucht sich neue Wege und der erhöhte Druck schiebt es in die kleinsten Gefäße. Das funktioniert wie bei Hochwasser, wenn Wasserkaskaden von den großen Flüssen oft kilometerweit in die kleinen Bäche hineindrängen und das Umland überschwemmen.

 

Arteriogenese bildet beim Fötus die Gefäße

Bei Gefäßen heißt dieses Prinzip Arteriogenese und bildet schon beim Fötus ein funktionierendes Gefäßsystem aus. Das fanden Matthias Heil und Wolfgang Schaper am Max Planck Institut im Kerckhoff Zentrum in Bad Nauheim heraus. Ausgelöst wird dieses erneute und ein Leben lang funktionierende Arterienwachstum von physikalischen Kräften wie der erhöhten Schubspannung des Blutflusses.

Rezeptoren an den Gefäßwänden der Kollateralarterien nehmen die erhöhte Schubspannung des Blutes wahr – in der Folge werden die Gefäße länger und dicker und bilden einen natürlichen Bypass zu den schlechter versorgen Gebieten der Herzkranzgefäße. Hoffnung für Patienten, die unter hohen Cholesterinwerten leiden.

Sport fördert das Wachstum von Gefäßen

Viel Bewegung und Sport erhöht das Wachstum kollateraler Arterien. Offenbar hilft leicht erhöhter Puls die kleinen Gefäße zu durchbluten. Vielleicht wird aus diesem Grund bei älteren Personen häufig beobachtet, dass trotz verengter Gefäße keine Herzbeschwerden auftreten. Und noch eine Beobachtung könnte erklärt werden: Einige Herzkranke stecken eine Attacke besser weg als andere. Offenbar schützt sie ihr Arteriengeflecht vor schlimmen Folgen.

Selbsthilfetag am Marienplatz München

SHZ München

Am letzten Samstag, den 27. Juni fand auf Münchner Marienplatz der diesjährige Selbsthilfetag statt. Veranstalter war wieder das Selbsthilfezentrum München.

70 Stände und Pavillons von Selbsthilfegruppen

Ulrike Zinsler und Helmut Bundschuh trafen sich beim Selbsthilfetag auf dem Marienplatz
Ulrike Zinsler (SHZ München) und Helmut Bundschuh

Wer zur Selbsthilfe aufruft und eine Gruppe gründen will, findet im Selbsthilfezentrum München eine zuverlässige Anlaufstelle. Dieses Jahr wurden auf dem Münchner Marienplatz wieder 70 Stände und Pavillons aufgebaut, um die Bürger über das Spektrum der selbstorganisierten Hilfe zu informieren.

Dabei waren bekannte Initiativen wie die anonymen Alkoholiker oder das Blaue Kreuz, das Hilfe für Süchtige aller Art und Angehörige bietet. Aber auch private Initiativen, die Hilfe für Mobbingopfer suchen, die Selbsthilfegruppe für Linkshänder oder der Münchner Erfinderclub Pioniere, die Geschäftsideen feilboten.

Information und Gruppenübungen für Herzkranke

Für die Gruppe Herzkrank – Wohin mit den Ängsten und Sorgen war die Vorbereitungszeit zu kurz. Sie befindet sich in der Gründungsphase, hat aber schon eine klare Struktur gefunden.  Im Zentrum dieser Selbsthilfegruppe stehen Informationen, Vorträge zum Thema Psychokardiologie, Entspannungsübungen und bei Zeiten Ernährungsfragen. Mitmachen können Erkrankte mit Bypass Operationen, Herzinfarkt, Rhythmusstörungen, Herzschwäche, Herzschrittmachern und Stentimplantationen. Die Gruppe trifft sich jeden 4. Montag im Selbsthilfezentrum, Westendstraße 64.

Psychologische Beratungsstelle Lotse

Erfolgreicher Start der Beratungsstelle Lotse beim Nachbarschaftstreff Heinrich Böll Straße in München

Erfolgreicher Start für die Psychologische Beratungsstelle Lotse in München am 23.6.2015 in der Nachbarschaftshilfe Messestadt-Riem in München.

Hallo MünchenDer Bedarf an psychologischer Beratung in München ist groß. Ein kleiner Aufruf in einem Wochenblatt reichte und schon am ersten Tag kamen Bürger aus den umliegenden Stadtvierteln, um sich beraten zu lassen. Die Beratungen finden einmal monatlich in den Räumen der Nachbarschaftshilfe Heinrich-Böll Straße 69 in der Messestadt-Riem statt.  Der nächste Termin ist für den 21.7.2015 vorgesehen.

„Das unbürokratische Umfeld und unser vertrauliches Auftreten nimmt den Bürgern die Scheu vor dem ersten Kontakt. Viele wissen zwar, dass sie Hilfe brauchen, wollen aber nicht gleich als psychisch krank abgestempelt werden“, sagt der Heilpraktiker auf dem Fachgebiet der Psychotherapie Helmut Bundschuh.

Zusammen mit seinem Kollegen Brahim Haydn hat er das Projekt Psychologische Beratungsstelle Lotse aus der Taufe gehoben.

Bürger mit Migrationshintergrund

Dabei arbeitet die Beratungsstelle eng mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayern zusammen, um Kontakt zu Psychotherapeuten aufzunehmen und Therapieplätze zu vermitteln. Bei Bürgern mit Migrationshintergrund versucht die Beratungsstelle Ärzte oder Psychotherapeuten mit ähnlichem Hintergrund zu finden. „Einer Muslima fällt es leichter, sich einem Therapeuten gleicher Sprache und Kultur anzuvertrauen. Wir haben da ein belastbares Netzwerk aufgebaut“, sagt Helmut Bundschuh.

 

 

 

Psychologische Beratungsstelle Lotse

Neue Psychologische Beratungsstelle in München

Der neue Beratungsdienst Psychologische Beratungsstelle Lotse soll Bürgern, die sich in psychischen Nöten befinden, den Zugang zu therapeutischer Hilfe erleichtern.

Die Psychologische Beratungsstelle Lotse geht mit ihrer Beratungstätigkeit direkt in die Viertel der Stadt
Helmut Bundschuh aus dem Heilzentrum Bogenhausen eröffnet zusammen mit seinem Kollegen Brahim Haydn die Psychologische Beratungsstelle Lotse München

Die beiden Heilpraktiker für Psychotherapie Helmut Bundschuh und Brahim Haydn starten am 23. Juni in der Nachbarschaftshilfe Messestadt Riem, Heinrich-Böll Straße 69, die kostenfreie Beratungsstelle Lotse. Die Beratungsstelle will den Bürgern in verschiedenen Stadtvierteln den Zugang zur Psychotherapie erleichtern, indem sie Therapieplätze vermitteln und die Behandlungsmöglichkeiten mit den Krankenkassen bearbeiten.

Nationalitätenübergreifende Beratung

Den Bürgern sollen über die Möglichkeiten der psychologischen Beratung und Therapie informiert werden. Die Beratung ist nationalitätenüberghreifend, genderübergreifend, anonym und neutral. Die Beratung ersetzt keine Therapie,  aber über die verschiedenen Therapieformen aufklären und die richtige Stelle in der Stadt heraussuchen.

Herz trifft Seele

Treff für Herzkranke im Selbsthilfezentrum München

Das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe „Herzkrank – Wohin mit den Ängsten und Sorgen?“ am Montag, 22.Juni 2015 im Selbsthilfezentrum München.

Die geschlossene Gruppe existiert erst seit zwei Monaten, jetzt sind noch zwei weitere Teilnehmer dazugekommen. Bald ist die Gruppe voll und es muss eine neue gegründet werden. Beim letzten Treffen konnten einige der älteren Teilnehmer nicht kommen. Typisches Herzwetter mit schwüler Hitze, über 30 Grad Celsius am Abend – da blieben einige teilnehmer lieber zuhause. Umso intensiver waren die Gespräche der übrigen. Die gingen weit über die Schilderung der eigenen Symptome hinaus. Hauptthema  waren diesmal der „Teufelskreis der Angst“ und auf welche äußeren oder inneren Anlässe der jeweilige Teilnehmer reagiert. Zwar wurden keine genderspezifischen Reize genannt aber es wurde deutlich, wie eng die Angsltauslöser mit der eigenen Biografie zu tun haben.

Herzsportgruppe

Bergwandern in ärztlicher Begleitung

Auch dieses Jahr veranstaltet das Kardioforum Bayern vom 13. Juni bis zum 17. Juni das Kardiotrecking vom Chiemsee zur Winklmoosalm.
Wieder nehmen Mitglieder des Herz-Stress-Nachsorgeprogramms im Heilzentrum Bogenhausen an der ärztlich betreuten Bergwanderung teil.
Auch wenn das letzte Jahr verregnet war und wegen der Fahrradtour der Bayernrundfahrt die Strecke verlegt werden musste, waren unsere beiden Teilnehmer begeistert. In diesem Jahr werden schon vier Teilnehmer des Herz-Stress-Nachsorgeprogramms teilnehmen.

Kardiotrecking für Herzkranke

Es wird 3 Wandergruppen geben, die dem unterschiedlichen Leistungsstand gerecht wird, optimal für herzkranke Bergwanderer. Die leichte Gruppe wandert etwa 2 Stunden mit nur geringem Anstieg, die mittlere Gruppe wandert 2-5 Stunden mit moderater Belastung und die dritte Gruppe wandert bis zu sechs Stunden mit anspruchsvollem Höhenprofil.
Für Gepäcktransport ist gesorgt und wer sich überfordert fühlt, kann mit einem PKW mitgenommen werden.
Übernachtet wird in Gasthöfen, begleitende Kardiologen sorgen für ärztliche Betreuung.
Hier können Sie sich für die Treckingtour anmelden: Anmeldung beim Kardioforum Bayern