Systemische Paarberatung nach Arnold Retzer 5

Folge 5: Wertschätzung und Verträge

Vorgehen und Interventionsschritte bei Systemisch- Intergrativer Paartherapie

Ein Beitrag von Helmut Bundschuh

In seinem Standardwerk „Systemische Paartherapie“ für systemich- integretive Paartherapie schlägt Arnold Retzer[1] ein Modell von mehreren Interventionsschritten vor, das ich in einer Reihe von Artikeln vorstellen möchte. Hier wird die Kommunikation des Paares unter die Lupe genommen und versucht, zerstörende Kommunikation aufzudecken.

  1. „Vertrag“ des Paares über eine Verhaltensänderung, über die Beobachtung von Verhalten oder über ein „Nichtverändern“.

Prozessverantwortung für das Paar, Autonomie

Es versteht sich von selbst, dass hier wiederum Neutralität des Therapeuten gefragt ist. Aber es empfiehlt sich sogar im Hinblick auf die Ambivalenz zwischen Verharren und Veränderung die Entscheidung des Paares „zu prüfen“: Manchmal ist es gut, eine Veränderungsbereitschaft nochmals auf ein paar skeptische Fragen treffen zu lassen (Ist die Zeit für eine Veränderung schon reif?). Umgekehrt kann man Äußerungen des Verharrens durchaus mit Fragen oder Einstreuungen versehen, dass eine Entscheidung für Veränderung möglich ist.

  1. Wertschätzung: Das Paar soll eingeladen werden, sich selbst zu verstärken für den Prozess.

Die Ressourcenaktivierung und Beziehungsgestaltung darf nicht vergessen werden.

Dieser Prozess ist schwierig und fordert das Paar sehr. Viele Paare schaffen es auch erst einmal nicht, sich auf diesen Veränderungsprozess einzulassen, manche schaffen es gar nicht. Umgekehrt bedeutet das: Wenn es dem Paar gelingt, dann sollte dies eine entsprechende Würdigung erfahren. Dies geschieht am elegantesten in einer Einladung zur Selbstbestätigung: „Vielleicht möchten Sie sich selbst Wertschätzung dafür aussprechen, dass ihnen dieser Prozess jetzt auf diese Weise gelungen ist.“ Natürlich kann man auch direkt ein Kompliment machen, aber im systemischen Arbeiten wird die erste Variante bevorzugt. Eine schöne Variante ist auch die Frage an beide: „Wie denken Sie jetzt über sich als Paar? Was sagt es über sie als Paar aus, dass ihnen das jetzt auf diese Weise gelungen ist?“

[1] Arnold Retzer: Systemische Paartherapie, Klett-Cotta, 4. Auflage, Stuttgart 2011

Systemische Paarberatung nach Arnold Retzer 4

Folge 4: Reflexion und Klärung des neuen Gefühls

Vorgehen und Interventionsschritte bei Systemisch- Intergrativer Paartherapie

Ein Beitrag von Helmut Bundschuh

 

In seinem Standardwerk „Systemische Paartherapie“ für systemich- integretive Paartherapie schlägt Arnold Retzer[1] ein Modell von mehreren Interventionsschritten vor, das ich in einer Reihe von Artikeln vorstellen möchte. Hier wird die Kommunikation des Paares unter die Lupe genommen und versucht, zerstörende Kommunikation aufzudecken.

  1. Erneute „Klärung“ des „neuen Gefühls“, das sich in der anderen Kommunikation ergeben hat.

Ressourcenaktivierung und „verankern“ der Bewältigungserfahrung.

Wird eine positive Veränderung spürbar, so kann dieser ressourcenorientierte Klärungsprozess durchaus beherzter ablaufen, als der problemorientierte. Die Idee der relativen Tiefe gilt aber auch hier: Entscheidend ist, dass das Paar der Veränderung wirklich eine Bedeutung gibt, sich diese vergegenwärtigt und den „echten Unterschied“ auch erspürt. Im Hinblick auf eine Lösung ist dieser Schritt mindestens so wichtig wie die Klärung der problemdeterminierenden Schemata. Die Klienten sollen sich bewusst machen, welchen Unterschied sie erleben. Was fühlen Sie jetzt? Was denken Sie jetzt?

  1. Reflexion: Unverzichtbar ist dann die Reflexion der Partner darüber, was sie beobachtet haben, was anders war und wie sie das geschafft haben.

Alltagstransfer herstellen, Verantwortung für den Prozess an das Paar übergeben (die wirklichen Veränderungen passieren zwischen den Sitzungen), die Entscheidung für eine Veränderung (was immer ein kognitiver Vorgang ist) wird erleichtert durch eine kognitive Repräsentation des Vorgangs.

Die Reflexion hat zwei Teile: Wenn eine Veränderung gelungen ist, dann stellt das einen „unique outcome“ dar, man könnte auch sagen eine Ausnahme. Die Bedeutung dessen ist den Klienten oftmals nicht bewusst. Der Therapeut sollte also aktiv erfragen, was das jetzt aussagt über die Partner, über die Beziehung, über ihre Kommunikation, dass diese Veränderung so möglich war. Der zweite Teil ist eine kognitive Reflexion des Prozesses: Was war anders? Was haben wir anders gemacht. Das Ziel ist dabei, durch eine zusätzliche kognitive Verankerung des Gelernten einen besseren „Impact“ zu erreichen. Es sollte auch besprochen werden, wie ein Alltagstransfer dieser Erfahrung aussehen könnte und wie die Partner erreichen könnten, dass sie „im Eifer des Gefechts“ an dieses Ereignis und seine Bedeutung denken.

[1] Arnold Retzer: Systemische Paartherapie, Klett-Cotta, 4. Auflage, Stuttgart 2011

Systemische Paarberatung nach Arnold Retzer 3

Folge 3: Bewältigungserfahrung

Vorgehen und Interventionsschritte bei Systemisch- Intergrativer Paartherapie

Ein Beitrag von Helmut Bundschuh

In seinem Standardwerk „Systemische Paartherapie“ für systemich- integretive Paartherapie schlägt Arnold Retzer[1] ein Modell von mehreren Interventionsschritten vor, das ich in einer Reihe von Artikeln vorstellen möchte. Hier wird die Kommunikation des Paares unter die Lupe genommen und versucht, zerstörende Kommunikation aufzudecken.

6. Bewältigungserfahrung schaffen: Je nachdem, was die Klärung ergibt, schafft der Therapeut die Möglichkeit, anders darüber zu reden. Es werden keine Regeln erläutert, sondern es wird eine Erfahrung ermöglicht. Hier sollten unbedingt Ressourcen aufgenommen werden, die die Klienten zeigen. Nochmal anders gesagt: Es geht hier nicht um eine Lösung von Konflikten, sondern darum, anders als bisher über Probleme und Konflikte zu sprechen. Besonders kommen hier die Techniken der „direkten Ansprache“, der VW-Regel, des „Ich-Gebrauchs“, des „Konkretisierens“ und des „Paraphrasierens und Zusammenfassens“ zum Zug. Auch das „Entschleunigen“ ist eine wichtige Intervention.

Das Ziel des Kommunikationstrainings ist es zum einen, die Bewusstheit der Partner für ihre Kommunikation zu stärken. Zum anderen soll eine alternative Kommunikation erfahren werden (und nicht nur theoretisch besprochen). Das Paar soll diese alternative Kommunikation als echten Unterschied erleben; die Partner sollen erfahren, wie die andere Art der Interaktion ihre Beziehung, ihr Selbstbild und ihre Fähigkeit zur Problemlösung stärkt. Der Königsweg ist hier die Suche nach Ausnahmen, denn diese vermitteln: wir können es anders! Der Therapeut kann aber auch auf anderen Wegen die Ressourcen des Paares anzapfen, indem er z.B. fragt, was die Partner einem anderen Paar an dieser Stelle raten würden. Und schließlich kann er in Form von Übungen und Experimenten, in Form moderierter Dialoge eine Bewältigungserfahrung schaffen.

Häufig ist schon der vorangegangene Klärungsprozess eine Bewältigungserfahrung. Hier wird, im Sinne Schulz v. Thuns19, die Seite der Selbstoffenbarung in der Kommunikation wieder lebendig, die meist im Konflikt eher einer starken Zensur unterworfen ist. Hier gilt es außerdem besonders der Aspekt der Neutralität und der Veränderungsverantwortung zu reflektieren. Was eine Bewältigung ist, entscheiden die Partner. Und ich würde zwar dafür plädieren, dass man sich als Therapeut durchaus um eine Bewältigungserfahrung bemüht. Gleichzeitig bleibt die Entscheidung, ob Veränderung möglich ist und passieren soll, im Hoheitsgebiet der Klienten. Der Therapeut kann sich immer wieder folgende Reflexionsfrage stellen: Ist die Verantwortung für den Prozess geteilt? Oder arbeite gerade nur ich für eine Lösung? Klienten, die sich mühen, sollte man im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen. Klienten die stehen bleiben oder zurückgehen, werden dafür gute Gründe haben, wir sollten aber nichtanfangen, sie zu tragen.

[1] Arnold Retzer: Systemische Paartherapie, Klett-Cotta, 4. Auflage, Stuttgart 2011

Systemische Paarberatung nach Arnold Retzer 2

Folge 2: Auftragsklärung

Vorgehen und Interventionsschritte bei Systemisch- Intergrativer Paartherapie

Ein Beitrag von Helmut Bundschuh

In seinem Standardwerk „Systemische Paartherapie“ für systemich- integrative Paartherapie schlägt Arnold Retzer[1] ein Modell von mehreren Interventionsschritten vor, das ich in einer Reihe von Artikeln vorstellen möchte. Hier wird die Kommunikation des Paares unter die Lupe genommen und versucht, zerstörende Kommunikation aufzudecken.

  1. Auftrag abholen: „Wären Sie interessiert daran, dass wir uns das mal anschauen, was da bei ihnen passiert und wie das auf Sie beide wirkt?“
  2. Klären:

Ist-Zustand der Gefühle, Bedürfnisse und Konzepte (Erwartungen, Glaubenssätze usw.) klären (unbedingt bei beiden Partnern), bezogen auf das „Hier-und-Jetzt“ (nicht auf die Situation zu Hause!).   Ein anderer wichtiger Aspekt der Klärung ist die Frage, was die gegenwärtige Art der Kommunikation für eine Bedeutung für die Beziehung hat.

Im Sinne der Idee, dass zwischen Reiz und Reaktion die Freiheit liege (Frankl), versucht der Therapeut hier die Determinanten des Erlebens und Handelns beider Partner zu klären. Dabei erhalten die Partner viele neue Informationen, da sie die Frage nach Bedürfnissen und Konzepten so meist nicht stellen. Mit neuen Informationen werden neue Möglichkeiten der Lösung sichtbar. Die beteiligten exekutiven Schemata werden geklärt, in einen kognitiven Modus übersetzt und dadurch bearbeitbar. Außerdem bietet der Therapeut hier ein Modell an: Wechsel von der Inhalts- auf die Beziehungsebene.

Exkurs zum Thema „Klärungsprozesse in der Paartherapie“

Klärungsprozesse brauchen Zeit und Konzentration. Klienten müssen für diese Prozesse über längere Zeit eine internale Perspektive einnehmen, müssen motiviert sein für die Klärung und sie benötigen Schutz. Diese Aspekte werfen allesamt in einer Paartherapie Probleme auf. Ich kann hier nicht von einem Partner zum anderen springen, denn das würde den Klärungsprozess immer wieder unterbrechen. So bekommt aber ein Partner sehr viel Raum, was gerade zu Beginn der Therapie ein Problem sein kann. Dann widerspricht die internale Perspektive ja oft dem, was wir vermitteln wollen: Es ist ein zirkuläres Geschehen. Und an Schutz mangelt es oft erheblich. Selbst wenn wir in der Sitzung „die Partner im Griff haben“, wissen wir nicht, was sie zu Hause tun. Aber können wir es uns leisten, auf diesen Wirkfaktor zu verzichten? Besteht dann nicht die Gefahr, dass wir mit Pseudoklärungen gemeinsam mit dem Paar dahinintellektualisieren und Etiketten kleben? Ich plädiere anhand dieses Dilemmas für das, was ich eine „relative Tiefe des Klärungsprozesses“ nennen möchte. Vor allem im Kommunikationstraining zu Beginn der Therapie müssen wir uns nicht auferlegen, zum „Kern“ vorzustoßen. Leitend kann vielmehr der Gedanke sein, im Klärungsprozess Informationen für die Klienten zu generieren, die einen echten Unterschied machen. Und das kann eben relativ gesehen werden: Den Begriff Angst bezeichnet man zurecht als Etikett, weil er genaugenommen wenig sagt. Aber es kann durchaus sein, dass die Benennung von Angst relativ gesehen in dieser Paarkommunikation einen echten Unterschied macht. Und dieser echte Unterschied, wenn er in seiner Bedeutung gewürdigt und erkannt wird, ermöglicht andere Verhaltensweisen als bisher. Ob eine Information einen echten Unterschied macht, lässt sich relativ gut an der Stimmung und den Emotionen der Partner, aber auch an ihrem Kommunikationsverhalten erahnen. Und wo bei dem einen Paar die Benennung eines Gefühls einen echten Unterschied machen kann, da wird bei dem nächsten vielleicht erst das Klären der Bedürfnisse, welche als bedroht erlebt werden, einen Unterschied machen, also die Frage: Was genau ruft Angst hervor? Bei dieser „Klärung bis zur relativen Tiefe“ und der Entstehung eines „echten Unterschiedes“ wenden wir dieselben Techniken an, wie sie in Klärungsprozessen für die Einzeltherapie beschrieben wurden. Allerdings anders also dort, nicht unbedingt mit dem Ziel, den zentralen Aspekt zu klären. Dies kann zu einem späteren Zeitpunkt der Therapie geschehen oder auch in einer Einzeltherapie.

Kurze Darstellung therapeutischer Klärungsprozesse: Bei Klärungsprozessen ist Stringenz wichtig, also dran zu bleiben. Die Erlaubnis zur Beharrlichkeit erwächst wiederum aus unserer Prozessverantwortung einerseits und andererseits aus der Auftragsklärung. Es ist sehr wichtig, dass beide Partner, wenn Sie sich öffnen, ausreichend Schutz erfahren. Das bedeutet, man sollte Klärungsprozesse (bezüglich der Innenwelt beider Partner) nur dann einleiten, wenn die Gefahr nicht allzu groß ist, dass die Partner die Offenheit des Anderen missbrauchen. Im Prozess bewegt sich der Therapeut zwischen den Polen „Schutz geben“ einerseits und dem Risiko des sich Verbündens andererseits. Dies gelingt durch eine beherzt-wohlwollende Strukturierung (vor allem auch nonverbal) und durch Transparenz (Ich möchte jetzt für einen Moment mit Ihrer Frau etwas näher anschauen, was da bei ihr passiert. Anschließend bin ich sehr interessiert daran zu erfahren, welche Gedanken Sie sich dazu machen. Ist das ok?). In jedem Fall ist darauf zu achten, nicht in eine Retter-Position zu gehen.

[1] Arnold Retzer: Systemische Paartherapie, Klett-Cotta, 4. Auflage, Stuttgart 2011

Systemische Paarberatung nach Arnold Retzer

Filge 1: Markierung und Relevanz

Vorgehen und Interventionsschritte bei systemisch intergrativer Paarberatung

Ein Beitrag von Helmut Bundschuh

In seinem Standardwerk „Systemische Paartherapie“ für systemich integrative Paartherapie schlägt Arnold Retzer[1] ein Modell von mehreren Interventionsschritten vor, das ich in einer Reihe von Artikeln vorstellen möchte. Hier wird die Kommunikation des Paares unter die Lupe genommen und versucht, zerstörende Kommunikation aufzudecken.

Nicht immer ist es möglich, in der Paartherapie nach diesem Modell vorzugehen, besonders wenn das Hauptproblem des Paares an einer rigiden Persönlichkeitsstruktur eines Partners liegt. Oft gepaart mit Unzufriedenheit und Kontrollzwang. Trotzdem komme ich in meiner Paarberatung immer wieder auf dieses Modell von Arnold Retzer zurück. In der Praxis komme ich immer wieder auf Retzers Modell zurück, nicht immer ist die Reihenfolge einzuhalten:

  1. Markieren: Der Paarberater macht einen deutlichen Einschnitt: „Ich möchte Sie bitten, dass wir das Thema für einen Moment zur Seite stellen. Ich habe den Eindruck, dass zwischen ihnen jetzt etwas ganz wesentliches passiert. Vielleicht sollten wir nicht einfach drüber hinweggehen.“ Das ist ein Wechsel von der Inhalts- auf die Beziehungsebene, ein Wechsel zum „Hier-und Jetzt“. Es soll Transparenz geschaffen werden. Dieser Vorgang mag auf den ersten Blick wie ein Aufgeben der Neutralität erscheinen. Aber es ist ein Aspekt der Prozess-Verantwortung, dysfunktionale Kommunikation anzusprechen. Die Neutralität liegt im Angebot formuliert.
  2. Beschreiben des Musters: Möglichst klare und kurze Beschreibung des Sichtbaren (formuliert als Eindruck!) oder das Herausarbeiten des Musters durch Fragen. Hier kann auch eine Impact-Technik eingesetzt werden, dann erfolgt die Markierung erst nach der Impact-Technik. Der Aufmerksamkeitsfokus des Paares wird vom präsentierten Problem weg zum Erleben ihrer Beziehung verändert. Eine kognitive Repräsentation des Kommunikationsproblems. Distanzierung vom Problem (durch Beschreiben) hilft dabei, die Eskalation zu beenden. Validierung der Hypothese durch den Paarberater. Hier bieten sich vor allem zirkuläre Hypothesen an. Gelingt es nicht, eine solche Zirkularität zu beschreiben, sollte hier auf „Allparteilichkeit“ geachtet werden. Beide Partner sollten in der Beschreibung gleichgewichtet vorhanden sein. Das Herausarbeiten durch Fragen ist schwierig und manchmal eine Einladung zu weiterer Eskalation. Werden hier Konfrontationen vorgenommen, so sollte explizit Bezug genommen werden auf Bedürfnisse, die mit dem problematischen Verhalten verbunden sind (Sie haben sicher einen guten Grund!). Auch Gegenübertragungen können hier benannt werden (z.B. Spannung, Unruhe, Wut…).
  3. Relevanz erfragen: Sehen die Partner das auch so und kennen sie das? Ist Ihnen dieses „Muster“ bekannt. Auftragsklärung, Schaffen von Transparenz. Weiteres Fördern einer Metaposition. Oft fällt es Paaren schwer, das Thema loszulassen. Auch deshalb, aber auch im Sinne der Transparenz und der Selbstverantwortung, sollen die Partner entscheiden, ob ihr gegenwärtiges Erleben und die gezeigte Interaktion relevant sind oder nicht und ob sie daran jetzt arbeiten wollen. Verneinen sie das, empfiehlt sich allerdings durchaus zu verhandeln (im Sinne der Zwickmühlen nach G. Schmidt). Leitend ist dabei die Frage: Können wir so gut an den Themen arbeiten?

Fortsetzung…

[1] Arnold Retzer: Systemische Paartherapie, Klett-Kotta, 4. Auflage, Stuttgart 2011